Thailand ist für Veganer und Vegetarier überraschend gut — wenn du das richtige Wort kennst. "Jay" (เจ) ist das Schlüsselwort. Alles andere braucht Erklärung.
Das Problem mit "vegetarisch"
Das thai-sprachige Wort "mangsawirat" bedeutet theoretisch vegetarisch — in der Praxis bedeutet es oft "kein Fleisch, aber Fischsoße und Austernsoße drin." Das ist für die meisten Westeuropäer nicht vegetarisch. Deshalb: "Jay" (เจ) ist das einzige verlässliche Wort. Es bedeutet vegan im buddhistischen Sinne — ohne alle tierischen Produkte, auch ohne Fischsoße.
Das gelbe Jay-Symbol
Das gelbe Dreieck mit rotem Zeichen (เจ) kennzeichnet Jay-Restaurants und -Stände. Besonders während des Vegetarier-Festivals im Oktober (chinesisch-buddhistisches Festival, findet in Phuket besonders intensiv statt) sind hunderte Stände mit diesem Symbol ausgezeichnet. Außerhalb des Festivals: In Städten mit chinesisch-buddhistischer Gemeinschaft (Bangkok, Chiang Mai, Phuket) gibt es das ganze Jahr Jay-Restaurants.
Beste Städte für pflanzliche Küche
Chiang Mai: Stärkste vegane Infrastruktur — mehrere dedizierte vegane Restaurants, vegane Kochkurse, vegane Cafés im Nimman-Viertel. Bangkok: Große Jay-Szene in Chinatown (Yaowarat) und rund um die Chulalongkorn-Universität. Koh Samui/Koh Lanta: International orientierte Restaurants bieten viele vegane Optionen, aber weniger authentisch Thai.
Was du sicher essen kannst
- Khao Pad Jay (gebratener Reis, vegan) — immer nachfragen "Jay dai mai?" (Kann ich es vegan haben?)
- Pad See Ew Jay (breite Nudeln, vegan) — in Jay-Restaurants
- Frisches Obst — überall, sauber, günstig: Mango, Papaya, Ananas, Drachenfrucht
- Tofu-Gerichte — in Jay-Restaurants häufig und gut zubereitet
- Somtam ohne Fischsoße — mit "Mai Sai Nam Pla" (ohne Fischsoße) bestellen
Von Nira Khamthong · Stand: 2025-01-05