Ethischer Elefantentourismus in Thailand — was wirklich funktioniert
Elefantenreiten ist in Thailand überall angeboten. Es ist überall abzulehnen. Das Gute: Es gibt echte Alternativen, die besser sind — für den Elefanten und für dich.
Warum Elefantenreiten schadet
Elefantenrücken sind nicht für das Tragen von Gewicht ausgelegt. Die Wirbelsäule wölbt sich nach oben — Sättel und Riders erzeugen dauerhaften Druck, der zu chronischen Verletzungen führt. Hinzu kommt das Training (Phajaan), mit dem Elefanten für touristische Nutzung gefügig gemacht werden — ein traumatischer Prozess, der auf Einschüchterung und Schmerz basiert. Das ist der Hintergrund jedes zahmen Elefanten in einem Touristencamp.
Was ethische Camps ausmacht
Kein Reiten. Kein Dressur-Nachweis. Elefanten leben in großen Gehegen mit Bewegungsfreiheit. Du beobachtest, fütterst, gehst mit ihnen spazieren (ohne aufzusteigen), und wenn möglich: badest mit ihnen in einem Fluss oder See. Das ist ein echter Elefanten-Kontakt — nicht inszeniert.
Empfohlene ethische Camps
- Elephant Nature Park (Chiang Mai): Gegründet von Lek Chailert, internationale Referenz für ethischen Elefantenschutz. Ganztages- und Mehrtagesoptionen. Ab ca. 80 €/Person.
- Hutsadin Elephant Foundation (Chiang Mai): Kleineres Camp, familiengeführt, sehr naher Kontakt. Ab ca. 60 €.
- BEES (Burm and Emily's Elephant Sanctuary, Chiang Mai): Fokus auf Halbtagsoptionen, auch für Kinder geeignet.
- Elephant Jungle Sanctuary (mehrere Standorte): Kettenunternehmen, aber mit guten Standardbedingungen. Günstiger als ENP.
Erkennungszeichen problematischer Camps
- Sattel auf dem Rücken (sichtbar oder explizit im Angebot)
- Elefanten malen oder Tricks vorführen
- Sehr kurze Halbtages-Touren unter 30 €
- Ketten an den Beinen der Elefanten sichtbar
- Viele Elefanten auf engem Raum
Von Nira Khamthong · Stand: 2025-03-20